Von: Fachverband Schreinerhandwerk Bayern

| 05.04.06

Der Innungsschreiner - eine Qualitätsmarke

Schreiner informieren sich in der Zukunftswerkstatt



Marklkofen-Warth

Über 50 Schreiner aus den Innungsgebieten Landshut, Dingolfing und Straubing trafen sich heute bei Holz in Form Niedermeier in Warth. Sie folgten einer Einladung des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern, der dort mit seiner bayernweiten Aktion „Zukunftswerkstatt“ zu Gast war. Schreiner konnten sich dort von den Experten ihres Fachverbands zu den unterschiedlichsten Themen beraten lassen – wovon sicher auch deren Kunden profitieren.

Die Zukunfts- und Trendforscher sind sich einig: die kommenden Jahrzehnte werden von einigen Megatrends geprägt sein. Dazu zählt die zunehmende Alterung der Gesellschaft, der steigende Wunsch nach Individualität und die wachsende Bedeutung von Gesundheit und Wellness. Hinzu kommt das steigende Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung sowie die explodierenden Energiekosten, die ebenfalls Auswirkungen auf die zukünftigen Ausstattungen der Wohnungen und Gebäude haben werden.

Für diese gesamten Bereiche ist der Schreiner ein kompetenter Ansprechpartner und insbesondere der Innungsschreiner. Denn die Mitgliedschaft eines Schreinerbetriebs in der Innung hat auch unmittelbare Vorteile für dessen Kunden. Innungsschreiner haben nämlich die Möglichkeit, bei ihrer Innung und dem Fachverband auf Experten für die verschiedensten Bereiche zurückgreifen zu können. Denn im Dickicht von Normen, Paragrafen und Verordnungen kann man leicht den Überblick verlieren. Und auch die technische Entwicklung der Produkte im Bereich des Wohnungsbaus und der Einrichtungen schreitet in einem immensen Tempo fort. Vor diesem Hintergrund können sich die Kunden von Innungsschreinern darauf verlassen, dass sie optimal beraten werden.

Allerdings hatte sich vor einigen Jahren abgezeichnet, dass viele Kunden gar nicht mehr wussten, welche Leistungsvielfalt ein Schreiner eigentlich bieten kann. Deshalb startete der Fachverband Schreinerhandwerk Bayern zusammen mit den Innungen eine bayernweite Imagekampagne unter dem Motto: „Jedes Stück ein Meisterstück – von Ihrem Innungsschreiner“. Die Kampagne verdeutlicht durch zahlreiche Aktionen der Innungsschreiner, des Verbands und seiner Innungen, wie vielfältig der Schreiner seinen Kunden unterstützen kann. So konnten sich zum Beispiel bereits viele Hunderttausende von Besuchern am „Tag des Schreiners“ davon überzeugen, dass in den Werkstätten schon längst nicht mehr der Pumuckl seinem „Meister Eder“ das Leben schwer macht. Statt dessen ist das Handwerk inzwischen einerseits von High-Tech-Produktion geprägt, andererseits von fundiertem Wissen im Bereich der Gestaltung und des Handwerks. Und auch andere pfiffige Aktionen wie das Internetspiel „Ganz Bayern sucht das Schreiner-Ei“ verfehlten ihre Wirkung nicht. So verwundert es auch nicht, dass inzwischen erste Erfolge der Imagekampagne gemessen werden können: Bei der letzten repräsentativen Umfrage am Ende des vergangenen Jahres erklärten 36% der Bevölkerung Bayerns, dass sie das Logo und Qualitätssymbol der Bayerischen Innungsschreiner kennen.

„Dies ist ein erster sichtbarer Erfolg für die Innungsschreiner, allerdings auch nur ein erster Schritt“, so Konrad Steininger, Präsident des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern. „Es ist notwendig, die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu intensivieren, damit der Kunde auch den Unterschied zwischen der umfangreichen Leistung eines In-nungsschreiners und den weitaus geringeren Möglichkeiten von anderen Anbietern, etwa den Montagebetrieben oder dem Handel, erkennen kann. Dazu müssen jedoch auch die Innungsschreiner selbst ihren Beitrag leisten.“

Dies ist eine große Aufgabe für die Betriebe. Letztlich ist damit auch die Sicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze verbunden. Um die bayerischen Schreinerbetrie-be dabei noch intensiver zu unterstützen, hat der Fachverband Schreinerhandwerk Bayern im Herbst letzten Jahres die Aktion „Zukunftswerkstatt“ ins Leben gerufen.

Dabei geht der Verband mit seinen Beratern quasi „on tour“ und besucht im Laufe eines Jahres alle Innungen, die ihm angeschlossen sind. Heute fand die Zukunfts-werkstatt bei der Schreinerei Holz in Form Niedermeier in Marklkofen statt, eingela-den waren alle Schreinerbetriebe aus den Regionen der Innungen Landshut, Dingol-fing und Straubing. Quasi im Vorbeigehen konnten die Schreiner sich zu allen The-men beraten lassen, die zu einer erfolgreichen Unternehmensführung gehören: Etwa zum neuen Tarifvertrag für das Schreinerhandwerk, aktuellen Marketingaktionen, zur Ausbildungsordnung, zu technischen Normen, günstigen Einkaufsbedingungen und vielem mehr. Auch das neue Gesetz, wonach Endverbraucher zukünftig Hand-werkerrechnung steuerlich absetzen können und so bis zu 600,- Euro pro Jahr sparen, wurde ausgiebig diskutiert.