
Bendywood®
Bendywood ist ein ganz besonders modifiziertes Holz. Mittels Dämpfung werden die Zellwände aufgeweicht und dann in der Länge gestaucht. Das lässt die Zellwände der Holzfasern ähnlich wie bei einem Akkordeon aussehen. Und auch so funktionieren: Will man das Holz jetzt biegen, strecken sich an der Außenseite die Zellwände wieder. Diese thermomechanische Verfahren funktioniert so verblüffend gut, dass dünne Querschnitte sogar mit der Hand gebogen werden können.
Für dickere Querschnitte werden Spanngurte, Zwingen oder eine Rollenbiegemaschine nötig. Bendywood kann danach problemlos wie normales Holz bearbeitet werden. Die Einwirkung von Wasser nimmt es allerdings übel, daher sind sowohl Leime und Beizen auf Wasserbasis als auch ein Einsatz im Freien zu vermeiden. Da keine Chemikalien verwendet werden, sind bei der weiteren Verarbeitung keine Besonderheiten zu beachten. Es ist erhältlich in Eiche, Esche und Ahorn sowie Buche. Die möglichen Längen schwanken nach Holzart, jedoch lassen sich größere Längen durch Verzinken erreichen.
Während die Idee eines biegbaren Massivholzes schon 1917 in Berlin patentiert wurde, gelangte Bendywood erst durch den Einsatz des italienischen Holzherstellers Candidus Prugger zur Marktreife. Die Firma Niedermeier - Holz in Form dreht so manches Holz krumm. In Sachen Bendywood sind die Marklkofener allerdings der exklusive Lieferant für Deutschland und Österreich, NRW und Baden-Württemberg ausgenommen, und liefern das lagerfähige Spezialholz auch in (noch) gerader Form.